Besuch des Stadt- und Kreisarchives Paderborn am 10.04.2019

Zum Start unserer „außerhäusigen“ monatlichen Stammtische haben wir das Stadt-und Kreisarchiv Paderborn besucht. In jedem Haushalt sammeln sich im Laufe eines langen Lebens eine Unzahl von Dokumenten, Fotos und Erinnerungsstücken aller Art, die in irgendwelchen Ordnern, Mappen oder Schubladen abgelegt werden- sie sind das Gehirn unseres Lebens. Wie im Privaten, so wird auch in fast allen Bereichen des öffentlichen Lebens alles was wichtig ist archiviert. Herr Grawe und Herr Eberhardt haben uns eine umfangreiche Information und Führung durch das „Gehirn“ der Stadt und des Kreises Paderborn gegeben. Aneinandergereiht ergeben die hier gesammelten Archivate aus allen Bereichen eine Länge von 10 Kilometern. Gegliedert ist alles in juristische, historische und kulturelle Dokumente. Das älteste Dokument datiert aus dem frühen 13. Jahrhundert und stammt aus dem Kloster Corvey. Gesammelt wurden Urkunden und sonstige Verträge schon seit Jahrhunderten und in allen möglichen Kästen und Kisten gehortet. Die heutigen Archivare haben den Ruf eines weltverlorenen staubtrockenen Sammlers längst abgelegt und arbeiten heute mit allen modernen Mitteln, die zur Verfügung stehen. Die Anfänge des heutigen Archivsystems liegen in der napoleonischen Zeit. Ab diesem Zeitpunkt hat man begonnen, das Chaos zu ordnen. Die Archive sind einsehbar und nutzbar für jeden interessierten Bürger. Allerdings unterliegt eine Reihe von Dokumenten einer genau festgelegten zeitlichen Sperrfrist, die eingehalten werden muss. In einen Lesesaal kann man sich ungestört mit diesen Unterlagen beschäftigen, sei es aus privaten Interesse oder zu wissenschaftlichen Zwecken. Es war wieder ein gelungener Stammtisch, den wir mit einem gemeinsamen Kaffeetrinken abgeschlossen haben. Wir waren insgesamt 22 Teilnehmer, die ihre Teilnahme sicher nicht bereut haben.




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