SU Büren 8. Stammtisch
CDU-Senioren-Union Büren Bio-Gas-Anlage in Ahden.
Der 8. Stammtisch der CDU-Senioren-Union Büren fand am 08.09. 2026 an der Bio-Gas-Anlage in Ahden, Schokamp 2, statt. Die Teilnehmer sind mit Privat-Pkws zur Anlage angereist, nachdem sie sich um 13:30 Uhr in Büren an der Alten Post getroffen haben. Der Vorsitzende Herr Muntschick-Wünnemann begrüßte um 14:02 Uhr die Teilnehmer auf dem Hof Ebers in Ahden, Schokamp 2, zur Führung durch die Bio-Gas-Anlage.
Er freute sich über die gute Beteiligung und begrüßte danach den Geschäftsführer der BioPlan Ahden GmbH, Herrn Gunnar Ebers, der die Anlage mit seinem Geschäftspartner Christian Herweg betreibt und die Gruppe durch die Anlage geführt hat. Bevor die Führung begann, stellte Herr Ebers sich zunächst als Person vor und gab dann einen historischen Ablauf zum 20-jährigen Bestehen der Anlage und zur heutigen Betriebsorganisation Teilnehmer zu Beginn der Führung auf dem Hof Ebers; im Hintergrund: die Bio-Gas-Anlage). Zurzeit arbeiten am Standort etwa sieben Beschäftigte in einer grundsätzlich regulären 40-Stunden-Woche, wobei der Betrieb flexibel auf schwankende Anlieferzeiten und organisatorische Änderungen in der Disposition reagiert. Für die technische Betreuung und Wochenenddienst wird das Team bei Bedarf erweitert, für Herrn Ebers trifft das derzeit etwa jedes fünfte Wochenende zu. In seinen weiteren Ausführungen verglich er die Funktionsweise der Anlage mit dem Verdauungsprozess eines Wiederkäuers.
Unter anaeroben Bedingungen (ohne Sauerstoff) bauen verschiedene Bakteriengruppen die organische Substanz ab und erzeugen dabei methanhaltiges Biogas. Die regelmäßige und gleichmäßige Befüllung ist für eine stabile Prozessbiologie wesentlich. Stärkere Schwankungen, etwa durch eine erhöhte Wochenendbeschickung, sollen vermieden werden, so Herr Ebers und erwähnte dann, dass die örtliche Anlage überwiegend nicht mehr vermarktbare Lebensmittel und Speisereste verwertet. Wichtige Zulieferer sind beispielsweise große Lebensmittelketten wie Aldi, Lidl, Edeka, Kaufland etc. aus dem Umfeld von Bielefeld bis vor Hannover, ohne Zulieferung von Abfällen aus Privathaushaltungen.
Die Abfallreste werden in Mülltonnen der Größe 120 und 240 Liter mittels Lkws angeliefert und im zeitlichen Abstand von 20 bis 25 Minuten abgefertigt, bis zu 20 Lkw-Ladungen am Tag, das entspricht etwa 3 Tonnen Abfall. In der Annahmehalle befinden sich zwei Aufbereitungslinien: eine für verpackte Ware und eine für unverpackte Stoffe. Auch unverpackte Speisereste werden aufbereitet, weil sie beispielsweise Besteck, Knochen oder andere Störstoffe enthalten können. Nach der hydraulischen Entleerung der Tonnen gelangt das Material zunächst in ein Annahmebecken mit einem Volumen von etwa 15 m³. Von dort wird es über eine Förderschnecke der Separationsmühle zugeführt. Die gereinigten Tonnen werden anschließend wieder auf die Lieferfahrzeuge verladen Aufnahmebecken in der Aufnahmehalle und Speditionsmühle in der Aufnahmehalle).
In der ersten Aufbereitungsstufe wird eine Abscheidung von ungefähr 97 % der Verpackungsanteile erzielt. Ein kleiner Rest kann zunächst mit dem organischen Brei in den Vergärungsprozess gelangen und wird nach dem Abbau der Organik in der abschließenden Separation entfernt. Wegen der großen Jahresmenge entstehen trotz eines geringen prozentualen Anteils relevante Fremdstoffmengen, die einer Müllverbrennungsanlage zugeführt werden. Da die Verbrennung feuchter Reststoffe kostenintensiv ist, sollen die abgetrennten Stoffe vor dem Abtransport möglichst viel Flüssigkeit verlieren und vor Niederschlag geschützt werden.
Insgesamt vermittelte die Besichtigung einen umfassenden Einblick in die Verbindung von Reststoffverwertung, bedarfsgerechter Energieerzeugung und landwirtschaftlicher Produktion. Der Rundgang zeigte den Weg der Lebensmittelreste von der Annahme, Entpackung und Hygienisierung über die biologisch gesteuerte Vergärung bis zur Nutzung von Strom, Wärme und Gärrest. Technische Speicher-, Überwachungs- und Sicherheitseinrichtungen unterstützen einen kontinuierlichen Betrieb und sichern die Wärmeversorgung ab. Lagerung der Reststoffmenge und im Vordergrund 1 Teilnehmer aus der Gruppe und 2 Fermenter mit mehreren Teilnehmern aus der Gruppe).
Die Führung war gegen 15:05 Uhr beendet und Herr Ebers bedankte sich für die rege Beteiligung aus der Gruppe. Herr Muntschick-Wünnemann bedankte sich anschließend bei Herrn Ebers für die interessante und lehrreiche Führung und überreichte ihm einen zuvor von den Teilnehmern eingesammelten Geldbetrag als kleines Dankeschön.
Nach der Besichtigung der Bio-Gas-Anlage fuhren die Teilnehmer zum nahe gelegenden Flughafengelände, wo für alle ein gemeinsames Kaffeetrinken vorbestellt war Kaffeetrinken auf dem Flughafengelände, und Außengelände des Clubs.
Das Kaffeetrinken endete um 16:37 Uhr und danach wurde die Heimreise angetreten.
Reinhard Kleine Schriftführer